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Danielsberg: Kletterspaß in felsiger Natur – mit „Herkules-Effekt“

Wer in seinem Urlaub nicht nur auf der faulen Haut liegen, sondern sich auch sportlich betätigen möchte, sollte unbedingt den Klettersteig am Danielsberg einplanen.

Für viele Kletteraffine aus nah und fern steht dieser auf der persönlichen “Klettersteige, die du probiert haben musst”-Liste. Damit das grüne Häkchen, das bekanntlich nach Erledigung gesetzt wird, auch tatsächlich nicht mehr lange fehlt, heißt es also: Schnell alles, was man für einen Klettersteig-Tag braucht, einpacken (mehr dazu bei den “Klettersteig-Packtipps” weiter unten), rein ins Sportoutfit und schon kann es losgehen.

15 Minuten Fußmarsch zum Felsparadies

Der Klettersteig ist vom Parkplatz beim Gasthof Herkuleshof am Danielsberg  in zirka 15 Minuten zu Fuß gut zu erreichen und ist mit dem Schwierigkeitsgrad C gekennzeichnet. Diese Bewertung orientiert sich an der in Österreich am meisten verbreiteten sechsstelligen Buchstabenskala A bis F  (A = wenig schwierig, B = mäßig schwierig, C = schwierig, D = sehr schwierig, E = extrem schwierig, F/G = mehr als extrem schwierig). Eine international anerkannte einheitliche Schwierigkeitsbewertung für Klettersteige gibt es bis dato nicht.

Im Bereich des Klettersteiges befindet sich zudem ein lohnender Urgesteins-Klettergarten mit Routen von Schwierigkeitsgrad III bis IX. Diese Einstufung orientiert sich an der UIAA-Skala (Union Internationale des Associations d’Alpinism), die in römischen oder arabischen Ziffern angegeben wird. Sie beginnt mit 1, wobei die Schwierigkeit mit dem Grad wächst und die Skala nach oben hin offen ist.

Mithilfe der zahlreichen Wegweiser gelangt man problemlos zum Klettersteig/zu den Kletterrouten

Zustieg zum Klettersteig: Vom Herkuleshof auf Weg Nr. 571 nach Süden abwärts und immer den Schildern “Klettergarten” durch ein Wäldchen, eine Wiesenlichtung mit Bauernhof und wieder durch den Wald folgen. Einem weiteren Wegweiser folgend, erreicht man einen felsigen Sattel mit Blick auf die Mölltal-Bundesstraße B106.

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Kleines Paradies im Herzen der Natur

Der Slogan “Ihr kleines Paradies im Herzen der Natur”, mit dem der Herkuleshof zurecht wirbt, lässt sich zweifelsfrei auch auf den Klettersteig ummünzen: Wunderschöne, homogene Felsen, durchgesichert mit Bohrhaken, ziehen sich durch den Gebirgspfad, dessen Schlüsselstelle durch einen kleinen Überhang gebildet wird. Dieser ist recht knackig, aber auch die Stellen unmittelbar davor und gleich danach verlangen etwas Erfahrung.

Obwohl als “Für Anfänger und Fortgeschrittene” beworben, ist der Klettersteig wohl nichts für Einsteiger und schon gar nicht ohne Begleitung. Er stellt bereits an einigen Stellen – wie üblich für Klettersteige der Kategorie C – nicht geringe Anforderung an Kraft und Konzentration. Wer aber auch als Anfänger Ansporn sucht, ist hier genau richtig :-).

Das Highlight des Klettersteigs ist die originelle Zweiseilbrücke, die jedes Adrenalin-Junkie-Herz höher schlagen lässt. Für all jene, denen die Seilbrücke eine “zu wackelige Geschichte ist”, gibt es auch die Möglichkeit, diese zu umgehen (siehe Grafik oben).

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Hat man die Zweiseilbrücke passiert, strotzt man nur so vor Adrenalin

Sich wie ein Herkules fühlen

Nach zirka 50 bis 60 Minuten hat man wieder ebenen Boden unter den Füßen und fühlt sich wie ein „Held“ – also auf zum HERKULEShof 🙂 Nun hat man sich eine kleine Stärkung nämlich wirklich verdient. Der wunderschönen Herkuleshof  lädt durch die idyllische und ruhige Lage zum Entspannen und Verweilen ein. Das Team rund um Hannes und Rupert Viehhauser lassen mit ihrem Charme, ihrer Herzlichkeit sowie ihrer Professionalität den Wohlfühlfaktor zusätzlich erheblich steigen. Und: Regionalität wird hier groß geschrieben – somit kann man sich auf kulinarische Highlights freuen, die ganz bestimmt Phrasen wie „Mhhhh, welch Gaumenschmaus“ nach sich ziehen werden.

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Wohlverdiente After-Workout-Entspannung am Herkuleshof: Wenn man zusätzlich noch mit einem wunderschönen Regenbogen belohnt wird, gehen die Mundwinkel automatisch nach oben

Also was bleibt noch weiter zu sagen, außer: Rein ins Auto, auf zum Danielsberg und eine genussvolle, spaßige Kletterei sowie wird euch erwarten.

Fazit: Obwohl das grüne Häkchen auf der eingangs erwähnten Liste nun gesetzt ist, hält dies von einer Wiederholung des Klettersteig-Genuss-Tages am Danielsberg natürlich nicht ab :-).

Klettersteig-Packtipps:

Klettersteige boomen – kein Wunder, ermöglichen sie doch auch wenig Geübten den Schritt in die faszinierende Welt der Felsen. Komplexe Seil- und Sicherungstechniken fallen weg, das Risiko wird relativ gering gehalten. Niemals vergessen sollte man aber: Selbst mäßig schwierige Klettersteige sind kein Garant dafür, dass nichts passiert. Eine gute Vorbereitung und passende Ausrüstung sollte bei jedem Klettersteig-Ausflug selbstverständlich sein. Zu letzterem zählt:

  • Klettergurt
  • Kletterhelm
  • Klettersteigset

    (sowie Bandschlinge zum Ausrasten)

  • Klettersteigschuh/Bergschuh

    (grundlegend sollten Schuhe für Klettersteige einen guten Tritt und damit eine steife Sohle haben)

  • Kletterschuhe

    (für Klettersteige mit vielen Kletterpassagen)

  • Kletterrucksack

    (ausgestattet mit Erste-Hilfe-Set, aufgeladenem Handy, Trinkflasche, Energieriegel, Blasenpflaster, Sonnencreme, Jacke)

  • Klettersteighandschuhe

    (schützen vor Verletzungen am Stahlseil)